Sprachgestaltung

Dokumentation

Einführung in meine Art der Sprachgestaltung

Dieses Wiki ist mittlerweile zu einem Ort der Konstituierung für mich geworden. Ich habe es einmal für mich selbst geschaffen, damit ich hier in Zukunft verweilen werde. Ich könnte es nicht sagen, in wie weit es einem anderen als mir zum gleichen Zwecke dienlich sein wird. Ich habe es aber für gut möglich gehalten, dass es jemandem Einblicke in das eigene menschliche Dasein gewähren kann. Ich würde es jetzt jedoch noch nicht wissen können, welcher Anteil meiner Texte speziell allein nur für mich selbst etwas zu gelten vermag und welcher eher einen universellen Charakter erhalten hat. Das werden andere Leute einmal zu klären haben.

Zumindest möchte ich all das dazu Notwendige und Erforderliche geleistet haben, um eine gewisse Lesbarkeit meiner Textwerke wenigstens für ausgeprägt literarisch veranlagte Menschen sicherzustellen. Zudem werde ich darauf achten, dass diese Abfassung eigener Gedanken und Ideen von mir nicht den Regularien einer ruhigen Lesart widersprechen würde. Jene von mir aufgestellten Worte sollen einmal zu einer Besinnung auf die eigentlichen Dinge dieses Daseins gut verwendet werden können. Das hier verfasste Schriftgut sollte höheren Wesenheiten nicht widerstrebt haben und diesen nicht bei der Verrichtung ihrer Werke im Wege gestanden haben. Daraufhin habe ich meine sprachlichen Schöpfungen selbst zu überprüfen, dass mit ihnen diese Vorgabe eingehalten wird. Diese Sache hat eine gewisse Bedeutung für mich behalten. Ich nehme sie ernst. So hat es einen hohen Rang bei mir eingenommen, ob man mit meinen Schriften gut klarkommen kann. Aus diesem Grund strenge ich mich so bei deren Erstellung an. Die Tragweite meiner eigenen Arbeiten für meine eigene Zukunft und deren Erhalt ist mir bereits bewusst.

Hier soll all das Alles einmal gänzlich vollständig und richtig dargestellt werden, was meinem Leben gegenwärtig seinen Rahmen, den inneren Sinn, wie auch seinen wahren Gehalt gibt. Ich möchte auch von den dazu zugehörigen Bezügen zu meinem Dasein etwas sprechen. Das werde ich zusehends etwas stärker so tun, da ein Gegenwartsbezug zu meinem Leben hergestellt werden will, wenn man diese Schriften mir selbst zuordnen möchte. Das bisherige Schriftgut von mir weist einen zu geringen Anteil an Benanntem auf. Gar vieles ist sogar allein nur in einer abstrakten Weise hier vorgekommen oder es ist von mir verschlüsselt dargestellt worden. Das möchte ich aufheben. Da habe ich noch so einiges dazu zu leisten, ehe es richtig begriffen werden kann, was mein Glück als Mensch mit diesem Leben ausmacht. Auch von dem Normalem und Gewöhnlichem möchte ich hier schreiben und sprechen, wie es gerade ist. Das bedeutet mir etwas. Das tut es vollkommen zurecht. Die Dinge meines Daseins sollen mit Zuhilfenahme dieser Schriften in ihrer wahren Eindeutigkeit von mir erklärt und aufgezeigt werden, weil sie schön sind.

Die hier nach und nach zu verfassenden Texte sollen einmal vollständig von ihrem Gedankengang und schlüssig von ihrer Form ausfallen. Das Geschaffene soll etwas Gültiges von seiner Art sein oder das noch werden. Ich möchte das Weitere hier darum jetzt so verfassen, dass die Gegebenheiten meines Lebens zur Genüge verstanden werden. Auch einer mit meiner Person selbst nicht vertrauten Leserschaft sollen diese aufgezeigt werden. Das will ich so tun, ohne etwas, was tatsächlich von Bedeutung für mein Dasein ist, dabei auszusparen oder unter den Teppich zu kehren. Allein nur dann, wenn das gelingt, werde ich meine Gedanken und Ideen zu diesem Dasein von mir selbst einmal einem anderen Menschen plausibel machen. Dann, wenn ich etwas dazu gesagt oder aufgeschrieben habe, möchte ich auch verstanden werden.

Ich habe diese Worte jetzt gerade einmal spontan so niedergeschrieben, wie sie hier erscheinen. Großartig viel nachdenken habe ich nicht dabei müssen, als ich das getan habe. Ein Beobachten des Gegebenen soll dazu vollkommen ausreichen, um so etwas zu tun. Mehr habe ich nicht von mir erwartet, als ehrlich damit zu sein.

Das spontane Element tritt hier offenkundig zum Vorschein. Es hat für mich eine wichtige Bewandtnis in meinem Dasein, weil es dieses verlebendigen kann. Es dient mir selbst als Möglichkeit zu einem Begriff und einer Auffassung meines Wesens. Ich erkenne dieses dabei mit seiner Strukturierung. Nach der zeitlichen Erscheinungsweise der Natur dieser Welt fasse ich das alles auf. Das mache ich so gut ich es kann. So habe ich es dank einer Notiz der mir gewissen Dinge geschafft, meinen Karteikasten aufzubauen und das eigene Gut zu benennen.

Diese Sache von mir habe ich bei mancher Meditation vorbereitet. Da hat sie allein nur noch vergegenwärtigt werden müssen, um sie als Schrift bewahren zu können. Dank einer Kenntnis über die mir innewohnenden, tiefer sitzenden Resonanzen habe ich mich dabei gut zu orientieren gewusst. So habe ich meinen Leib stets als Speicher von alldem aufgefasst und angesehen, was ich wahrgenommen habe. Als solcher ist er zu gebrauchen, da das Wesen der Resonanz mit ihren Reflexen auf eine Weise geordnet ist, welche erkannt und gesehen werden kann. Nacheinander treten die Dinge auf und ergeben Ereignisse. Ordnung bringt man in dieses System hinein, indem man es belässt, wie es ist. Da kann man sein Leben nach dieser Erscheinungsweise des Innerlichen ordnen. Das macht man, indem man sich darauf einlässt und es gewahrt, als ob es zurecht wäre, wie es da vorkommt.

Das habe ich vor einiger Zeit bereits aufgefunden und gut verstanden. Da habe ich mir diese Tiefenreflexe selbst endlich richtig zuzuordnen gewusst und etwas mit diesen angefangen. Darum weiß ich, wer ich bin und was ich tun kann. Gar viele Arten der Betrachtung des Gegebenen haben da von mir durchgeführt werden können. Da sind diese endlich für mich wahr geworden. So habe ich sie erschaut.

Da hat es sich ergeben, dass ich manches von meinem Leben in einfacher Weise aufgefasst habe. Wie gut das für mich selbst ist, bräuchte ich wahrscheinlich nicht kundzutun. Vieles Gute hat da bei mir ins Leben Einzug genommen. Es ist freigesetzt worden, weil ich es gelernt habe, das anzunehmen.

Da hat mich eine Freude erfüllt, als ich mich erst einmal an diese leichteren Formen gewöhnt habe. Es ist ab diesem Moment ein Prozess für mich in Gang getreten, welcher wichtig für mich ist. Ihn führe ich noch immer fort. Er ist es, dank welchem ich meine Dinge nun weiter aufbereiten kann. Ich versuche es nun, meine eigenen Dinge etwas zu konsolidieren.

Oh ja, ich habe wirklich jahrelang über das Wesen meiner inneren Resonanz meditiert. Da habe ich auf das Herz und seine Schläge geachtet. Den bestehenden Atemzyklus habe ich eingehalten und allein nur mich selbst dabei kontrolliert. In das Wesen der Dinge möchte ich nicht eingreifen. Darum halte ich mich da zurück und bestehe so. Das, was ich mache und bin, habe und kann genügt oder ich muss versagen. Dieser einfachen Idee folge ich im Leben, als wäre diese ein Prinzip. Sie macht eine Gewichtung der Erfahrungen eines Menschen möglich. Manches wird so klar zu Tage treten und sich auswirken.

Und doch habe ich einen Sinn darin gesehen, diesen Weg weiter zu beschreiten. Mittels jenen dabei gewonnenen Gütern habe ich dann begonnen, etwas dazu aufzuschreiben, was es gibt. Heutzutage arbeite ich meine eigenen Schriften noch immer zum gleichen Zweck aus. Ich möchte ein Buch für Alles schreiben und mich selbst dabei im Leben für das Leben festigen.

Dokumentation

Der inneren Ordnung folgen

Mit der Zeit ist mir beim Verfassen meiner Schriften zum Werk von mir endlich auch ein Bewusstsein für jenen Ablauf der Worte erwachsen, wie er vorkommen kann. Da habe ich mich gefreut, weil dieser Sachverhalt sehr nützlich für die Ordnung im Werk aber auch für eine Ordentlichkeit beim Schaffen der Werke ist. Von da ist es dann ein kleiner Schritt dorthin, wo man die Kräfte dahinter erblicken kann. Stellen die Schriften auch einen Erfolg da, ein Kondensat des Wirkens eines Menschen also, so hat das alles doch einen Grund, aufgrund dessen es erscheint und vorkommt. Es liegt gewiss an der Orientierung eines Menschen, ob er sich auf sein Wesen einlassen kann, wenn er künstlerisch tätig sein möchte. Wenn er das in geordneter Weise zu tun vermag, so sind die Ergebnisse auch dementsprechend und bringen ihn weiter.

Da habe ich bald etwas von meinen Dingen geklärt. Im weiteren Verlauf davon habe ich dann einen Aufbau der Texte erkundet. Da bin ich wiederum vor einem Berg von Arbeit gestanden. Auch diesen habe ich abzutragen und auszubeuten versucht.

Was strebe ich mit meinen Texten wirklich an? Was wird es Wert sein, etwas davon aufzuschreiben? - Ich denke da zuweilen gerne darüber nach, finde aber keinen Ausweg aus der Notwendigkeit dazu. Gewisse Dinge bedingen mich eben. Dem kann ich allein nur entsprechen. Ansonsten habe ich klar vor Augen, was geschehen wird. Dann würde es nicht möglich sein, ein Versagen zu verhindern. Beides führt auf einen Weg. Was aber ein Weg ist, das darf auch geschehen. Darum habe ich keine Angst vor einem Versagen, weil auch das etwas Mögliches ist. So nehme ich den Druck bei mir heraus und kann mich auf wesentlichere Dinge konzentrieren.

Was wird das sein? - Das hängt gänzlich davon ab, was man als wesentlich ansehen möchte. Für mich ist der Weg wesentlich. Ein solcher führt zu mancher Wandlung des Menschen. Die Wandlungen eines Menschen aber resultieren aus seiner Tätigkeit. Darum wird der Weg für mich durch vielerlei Dinge verkörpert. Eine Straße ist da allein nur eine Gegebenheit der Welt. Die wahren Wege aber sind am Menschen auffindbar und benötigen keine solche. Marschieren wir nur lange genug auf denselben Wegen, ergibt sich von allein mancher Pfad. Wir sind also Schöpfer von Wegen. Wie gangbar diese sind hängt davon ab, wie regelmäßig diese begangen werden. Eine Regelmäßigkeit der Wege bedeutet aber auch eine Übung des Menschen. Wer eine Sache wieder und wieder leistet, der lernt etwas darüber, was sie ausmacht.

Auch ich gehe regelmäßig die gleichen Wege. Variiere ich auch meine Schrittfolge dabei, so komme ich doch voran.

Idee

Eine Ichkraft des Menschen stärken

Ich kümmere mich gerne um das Meinige. Dabei versuche ich dessen eigentlichen Wert für mich sicher zu stellen. Ihn möchte ich einmal erkennen, wenn ich hierher wiederkehre. Da kann ich mich endlich an einer eigenen Sache aufbauen. Manches Wort von mir selbst erinnert mich an diesen Wunsch nach Festigung und Stabilität von meinen Belangen in diesem Dasein. Das lasse ich auf mich einwirken und schaffe so den dafür notwendigen Raum, um mich an meine eigentlichen Wünsche und Erwartungen wieder zu erinnern.

So komme ich vor. Ohne das würde es nicht gut gehen. Was man Leben nennt und zurecht so bezeichnet, darf etwas mit uns selbst zu tun haben. Eine Orientierung des Menschen nach der Erkenntnis vom eigenen Ego, dem Ich tritt mit wenigen Jahren in Kraft und gehört gestärkt. Ohne diese Kraft des Egos an sich zu gewahren, würde der Mensch nichts haben, was ihn glücklich macht.

Ohne Ich kein Glück! - Allein nur das Subjekt ist zu Wahrnehmung und Betätigung fähig. Wer es verloren hat, der würde seiner selbst nicht mehr mächtig sein. Er wird also von allem beeinflusst und würde dem nichts entgegenzusetzen haben. Hinfällig wäre da das Glück des Menschen.

Gegebenheit

Zur Orientierung kommen

Es ist möglich etwas zu erkunden, was es gibt, weil es da ist. Ich ergründe mich selbst dabei, wenn ich die vorgegebenen Dinge untersuche. Da kann ich diese bedenken und zuordnen. Mein Kosmos wird dadurch reichhaltiger bebildert. So finde es auch heraus, was mich selbst ausmacht. Ich brauche mich dazu allein nur in Bezug zu etwas zu setzen und es mir anzuschauen, was daraufhin mit mir passiert.

Zuweilen schöpfe ich gewisse Werke, welche diese Welt ausstatten sollen. So wird etwas davon emaniert, was mich ausmacht. Die Kreationen zeigen es an sich auf, was das ist. Im guten Einklang mit mir selbst steht da mein Handeln. So möchte ich auch Ihnen erscheinen.

Ich habe darum für eine Vermittlung davon ein Objekt geschaffen, welches ich als Vorlage dazu verwende, um mich in Bezug zu etwas von elementarer Bedeutung für dieses Dasein zu setzen. Es ist wahr, dass ich Ihnen dieses Objekt vorzeigen möchte, um Ihnen etwas davon klar zu machen.

Dieses Bild existiert allein nur virtuell, mittlerweile habe ich es aber als Datei abgesichert. Es kann darauf zugegriffen werden. Bei diesem Bildnis handelt es sich um ein einfaches Schema innerer Bezüge. Es ist die Zeichnung eines Quadrates mit dem Bezug zu einem Kreis und einer Art der Rotation. Dieses Objekt visualisiere ich gerne. Zu jenen ruhigen Stunden der Andacht tue ich das.

Zeichnung: Quadratische Proportionen

Bildbeschreibung

Das Quadrat in einer Rotation

Zur Festigung dieser eigenen Idee von mir habe ich dieses Bild hergestellt. Anhand von diesem Konstrukt kann man es erkennen, wie es aufgebaut ist. Dabei ist es von außen nach innen gezeichnet worden. Zuerst sind die beiden Quadrate entstanden, dann die beiden Ellipsen. Schließlich ist der Innenkreis von mir aufgetragen worden. Abschließend habe ich drei Quadrate in diesem positioniert. Als Grundidee habe ich dann noch das innerste Quadrat und den Innenkreis dazu eingezeichnet.

So visualisiere ich es zeitweise und füge meine Gedanken dabei. Ich richte mich körperlich passend dazu aus. Eine gewisse Ruhe überkommt mich zeitweise dabei, wenn ich so meditiere.

Jahrelang habe ich eine innere Schau mit Zuhilfenahme dieses abstrakten Konstrukts durchgeführt. Ich gleiche das Konstrukt der Worte in meinen Schriften inzwischen auch an dieses strukturelle Objekt an. Ich zeichne es im Geiste und stelle es mir dazu plastisch greifbar vor. Auf eine virtuelle Weise vollziehe ich das.

Ich beziehe mich in der mir gerade gegebenen Position beim Sitzen oder Stehen auf ein solches Quadrat. Das soll bei mir eine einheitliche Ausrichtung meiner körperlichen Bezugspunkte festigen. So hoffe ich es, dass ich eine echte, beidseitige Parität meiner Kräfte erreiche. Auch eine vollständige Form bei der Drehung soll mir so möglich werden. In jeder Position richte ich es mir darum passend ein, was ich zuvor erschaut habe und da gerade leisten kann.

Dokumentation

Die eigentliche Orientierung verwirklichen

Ich stelle mir meinen Leib in Abhängigkeit von einem Quadrat vor. Durch diese Visualisierung soll etwas an mir in Ordnung gebracht werden. Eine Balance jener nicht sichtbaren Bezüge der virtuellen Kräfte eines Menschen sollte mit ihrer Zuhilfenahme eingestellt oder eingerichtet werden. Das versuche ich freizusetzen. Da leiste ich jetzt bereits eine gewisse Vorarbeit dafür.

Ich bringe ein beliebig großes Quadrat durch den Bezug zu einem Lot in die richtige Position zur Mitte des Kreises. Beide Mitten sind da miteinander geeint. Nun sind diese deckungsgleich.

Auf ein solches primäres System zur Einrichtung des Gegebenen beziehe ich mich, wenn ich von dessen Proportionalität spreche oder schreibe. Wenn ich meinen Maßstab bezeichne, lautet dieser in der Regel '1: 1: 1 = 100%'. Mit dessen Verhältnissen richte ich es dann bei mir ein. Im Grunde ist das die Basis meines derzeitigen Kunstschaffens.

Ich übertrage die Regelmäßigkeit des Quadrates auf mich selbst und lasse währenddessen von allem anderen ab. Ich bräuchte nichts Weiteres zu dieser Phase für mich. Im Nachgang arbeite ich damit, was unterdessen bei mir freigesetzt wird, meine eigenen Dinge weiter auf.

Meditation

Gegenstände des achtsamen Gewahrens

Zuweilen habe ich es mich gefragt, wer ich denn eigentlich sei und was ich für eine Aufgabe für dieses Leben erhalten habe. Derweil finde ich kaum richtige Antworten darauf. So ist mir darum nicht viel anderes übriggeblieben, als mich um meine Ausstattung zu kümmern, mit welcher ich dieser von mir gesuchten Aufgabe einmal nachkommen werde.

Ich trage ein stoffliches Gewand, ja ich habe sogar eine stoffliche Gestalt erhalten. Diese Sache sei zu berücksichtigen bei der weiteren Überlegung zu diesem Leben.

Dank der Integration der Theoreme zur Resonanz in meine Schriften habe ich meine eigene Lebenspraxis mir etwas klarer vor Augen führen können. Aber werde ich damit auch richtig von anderen Leuten verstanden? Wie werde ich das anders herausfinden, als durch eine Fortsetzung meines Weges? - Ich versuche es der eigenen Sache gerecht zu werden trotz der sich andauernd erneuernden Widrigkeiten und Unbilden meines Daseins.

Das Leben von mir ist ein Dasein in den Diensten des Herrn geworden. Ich fürchte mich zeitweise vor ihm. Alles Gute, was ich bereits erhalten habe, hat aber etwas mit der Arbeit für ihn zu tun gehabt. Das habe ich mir immer selbst überlegen müssen, was denn etwas Gutes für ihn sein wird. Ich habe es jedoch nicht einfach so wahrzunehmen gekonnt, was mein Tun ausmacht. So ist es vorgekommen, dass sich bei mir nichts anderes geregt hat als der mich umschweifende Windhauch. Das wiederum habe ich dann einfach so anerkannt und mich dadurch etwas beeindrucken lassen. Eine Wahrnehmung davon gelingt mir einigermaßen gut. Den Herrn kann ich allein nur durch eine solche Resonanz bei mir verspüren, wie sie da ist und vorkommt. Dadurch erkenne ich ihn versuchsweise an. Seinem Geist möchte ich treu ergeben sein.

Auf eine Phase der äußeren Arbeit soll immer wieder eine Phase der inneren Arbeit folgen. Das kann dann beispielsweise eine so zu benennende Besinnung auf das Wesentliche sein. Arbeiten werden wir Menschen alle erst dann etwas, wenn wir auch innerlich dafür bereit geworden sind. Dazu werden wir irgendwo beheimatet sein müssen, eventuell auch an einem inneren Orte bei uns selbst. Und genau dort gelte es anzukommen und mit den eigenen Gütern zu bestehen.

Eine solche Phase der Selbstfindung bedarf einer eigentlichen Ruhe, auch einem abgeschlossenen Tätigsein anderer Art. Diese Stille benötigt man dazu, um der eigentlich immerzu vorhandenen Kraft an sich gewahr zu werden. Diese kann in ersten Ansätzen verwirklicht werden durch das Unterlassen einer unangebrachten Regung von uns selbst. Man stelle dazu einen Einklang mit sich selbst her. Der Mensch lebe also seine Einheit, die Vereinbarkeit des Innen und Außen. Dabei werde er tätig im Umgang mit sich selbst.

Anders würde es nicht gut bei mir möglich sein zu bestehen. Aus diesem Grund bekenne ich mich hiermit gerne dazu, dass ich immer schon in der Erfüllung einer inneren Arbeit meine allererste und eigentliche Aufgabe gesehen habe. Es ist mir dabei wichtig, mich selbst dahin zu bringen, dass ich meine gerade vorhandene Aufgabe anerkenne und diese gewissenhaft ableiste. Das tue ich dann sogleich, so ich das auch wirklich leisten möchte. Das verbessert manches, wie ich bereits in Erfahrung gebracht habe. Manche schlimme Tat wird dadurch bei mir selbst ausgemerzt, ehe diese überhaupt zustande gekommen ist. Manches Gute geschieht einfach so. So erhalte ich nach und nach eine gute Form meiner Dinge und kann auf meinen eigentlichen Weg zurückkehren.

The Useless Machine, Tusche auf Papier

Idee

Gesundheit

Gesund wäre man dann, wenn man einem anderen Menschen etwas an Heil auf eine für diesen verträgliche Weise nahe gebracht haben wird. Es sei also einzusehen, dass Gesundheit eine Bürde geblieben ist. Der Mensch kann durchaus frei von Krankheit, aber dennoch nicht erfüllt mit Gesundheit sein. Ein solcher Zwischenzustand könnte nicht länger von uns umgangen werden. Das wird einzusehen sein, wenn er besteht. Etwas wird innerhalb unserer Existenz uns auch dazu gereichen, dass wir es einmal guthaben werden. Dazu bedürfen wir einer eigentlichen Verträglichkeit von uns selbst für andere so dringend. Daraus sollen wir eine eigentliche Verträglichkeit für uns selbst herleiten.

Wie geht das an? - Einen Moment lang gewahre man das Gegebene und bewahre sich etwas dabei Erhaltenes an Wissen zum eigenen Dasein. Dieses sei das einzige Gut, für das wir zu diesem Moment selbst Sorge haben tragen können. Wir sollten es darum nicht verkennen und etwas daraus ableiten, mit dem wir das Unsrige weiter ausgestalten werden.

Man belasse die Dinge dazu so, wie sie bereits bei uns wahr geworden sind, um sich mit ihrer Hilfe in geistiger Hinsicht einmal klären, stärken und ernähren zu können. Alle Bereiche des Menschen bedürfen solcher Versorgungsleistungen. Keiner kann davon ausgenommen werden, dass er sich diese selbst zu beschaffen hat. Alles, was es bisher schon gegeben hat, wird allein nur so zu erhalten sein.

Manchmal ist die notwendige Nahrung der Seele einfach nur wie ein Seufzer gewesen. Manchmal hat ein Lächeln dazu bereits ausgereicht, um etwas Glanz in unser Leben zurückzubringen und uns eine Achtung zu verleihen. Schätzen wir doch einfach einmal diese Gaben der Natur eines Menschen. - Diese sind für uns nicht selten schon zu einem wahren Segen geworden und das eigentlich später auch weiterhin geblieben.

Ansage

Ich breche eine Lanze für meine Freunde

Meine Freunde sind jederzeit gut, recht und teuer für mich geblieben. Damit habe ich sie schon fast vollständig beschrieben. Nichts an diesen würde sie mir unwert erscheinen lassen. Nichts an ihnen ist mir nicht recht vorgekommen.

Wer an seinen eigentlichen Freunden gezweifelt hat, der soll das diesen auch aufzeigen. Das wäre dann richtiggehend zu begründen. Man helfe diesen auf diese Weise zum wahren Weg zurück. Man soll keinen einfach links liegen lassen.

Freunde sind eigentlich eine Erweiterung der Familie um genau diejenigen Menschen gewesen, welche nötig dazu sind, um im Leben selbst in einer aufrichtigen Weise zu partizipieren. Freunde zu haben ist lebensnotwendig. Freunde zu haben hilft einem manchmal in der Not weiter, aber auch im Glück und im Frieden sind diese anzutreffen.

Freunde zu haben sollte uns nicht allein nur ein Zeitvertreib sein. Freundschaften sind mehr als das. Diese gehen tief und reichen weit. So haben sie Bedeutung fürs eigene Leben behalten.

Wer keine Freunde sein Eigen nennen kann, der ist allein in der Welt geblieben. Keine noch so große Familie wird einem die fehlenden Freundschaften ersetzen. Und es sei dabei egal, ob diese Freunde männlichen oder weiblichen Geschlechts sind. Freunde sind immerzu kostbare Menschen.

Man würde sich nicht einfach die Freunde besorgen können, wie man das gerne möchte. Freundschaft ist freiwillig und keine Dienstleistung. Es ist ein loses Band zwischen Freunden geflochten, welches zuweilen mehr Festigkeit besitzen kann als alles andere in der Welt. Freundschaft verbindet Menschen, macht ein erträgliches Leben möglich, Freundschaft stärkt.

Man wird sich auf Freunde einzulassen haben, um überhaupt welche zu finden. Das scheinbar ungünstige eigene Verhältnis zu seinen Mitmenschen begabt einen in jeglicher Hinsicht dazu. Dabei sollte es allein gar nichts zählen, was ein Freund wert ist, weil der wahre Wert in der Freundschaft und nicht im Freund selbst gelegen hat.

Freunde sind essentiell für uns, Freundschaft ist absolut. Was sie für uns ermöglichen, das werde ebenfalls als essentiell anerkannt. Freundschaften würde man nicht verwerfen, man würde sie nicht aufgeben, man würde sie nicht vorzeitig beenden.

Doch manchmal hat man seinen Freunden ein Zeichen geben müssen. Man soll dann zu ihnen etwas sagen. Etwa ein "so sollte es nicht weitergehen" wäre manchmal gut zu vernehmen.

Freundschaft würde nicht allein nur durch eine Art der Toleranz aufleben, sondern gerade auch durch die Liebe. Und Liebe ist das Wesentliche bei uns Menschen. Sie stellt die wahren Bedingungen an uns in diesem Dasein.

Freundschaft würde nicht allein durch Akzeptanz aufleben, sondern immer auch durch Nähe, durch gemeinsam verbrachte Zeit, durch Widmung, Hingabe und Bereitschaft. Kostbar sind die Elixiere einer solchen Freundschaft für den, welcher sie bereits so umfassend kennengelernt hat. Gemeinsames Essen wird Freunde verbinden, gemeinsam verbrachte Zeit wird Freunde ausmachen, gemeinsame Anliegen werden Freundschaften stärken.

Meine Freunde sind allesamt wertvolle Menschen für mich. Keiner habe das Recht zu sagen, dass meine Freundschaften zu nichts taugen würden. Auch meine Freunde dürfte man nicht einfach so diskreditieren. Wer das dennoch getan hat, der hat sich dabei an meinen Gütern vergriffen. Das wäre dann unfair.

Meine Freundschaften sind ein Anteil meines Besitzes, ja diese sind der beste Teil davon. Ich besitze diese Freundschaften und die Freunde besitzen mich als Freund. Wer das nicht verstehen würde, den verstehe auch ich kaum. Wozu besteht dann all die Liebesmühe?

Mathias Schneider, 2015 in Karlsbad