Einführung

Gedanke

Allein nur weil Du keinen Kampf geführt hast, sollte das nicht bedeuten, dass es keinen Krieg gibt. Derweil gilt es zu bekunden, dass das Geld, wie ein Besitz auch die Triebfeder der Wahnsinnigen sein muss. Wie sonst soll man es auffassen können, dass die Leute immer mehr eignen wollen und sich nicht mit ihrem Lebensglück zufriedengeben würden?

Gedanke

Poesie soll eine Fertigkeit der Worte sein. Sie kommt durch Reifung zustande.

Auch Lesen muss man können. Es zu erlernen wäre gut. Ich vergleiche es gerne mit dem Singen eines jungen Menschen.

Das Fluidum der Seele ist der Geist des Menschen und mit dessen Zuhilfenahme kann sie alles erreichen.

Mancher Wind kommt bei uns auf, wenn wir uns besinnen. Warum sollte er da nicht erklingen?

Prolog

Im Widerschein des Gegebenen

Es soll keinen eigentlichen Widersacher geben. Es soll auch keinen solchen Feind gegeben haben. Ein Gott wird dagegen schon bekannt sein. Er ist der 'Herr'. Das mache man sich klar.

'Hüte Deine Zunge gut. Du solltest nicht voreilig sprechen.' So sage ich da zu mir. 'Wenn Du einmal genesen möchtest, dann lasse ab von allem Falschen und richte das für verkehrt ausgeprägt Erkannte bei Dir wieder richtig ein.' - Mache das wirklich einmal so, auf dass Du jenem damit verbundenen Erscheinen der wahren Dinge Dir gewahr wirst, weil es so vorkommt. Soll das nun gut oder schlecht sein, es ist, was es ist. Es soll das sein, was es in Wahrheit bedeutet. Lebe doch einfach entsprechend dieses gültigen Wissens.

Icon von 'Beggar's Art Service'

Phantastisches

Die Szene im Schatten

Die eigene Unbedarftheit im Gedächtnis gehe ich von nun an auch jene Wege, welche mir einst einmal verboten worden sind. Ich möchte mich meines Erwachsenseins nicht weiter schämen.

Im Schatten der Bäume setze ich mich beim Bootshaus am Fluss nieder und schaue den Enten dort eine Zeit lang beim Gründeln zu. Ich habe etwas Brot bei mir und auch frisches Quellwasser in einer Glasflasche dabei. Ich habe kaum Geld einstecken. Auch bin ich allein hierhergekommen und möchte nun etwas in Ruhe hier verweilen.

Während ich dasitze, denke ich nach. Was bedeutet mir das Leben? - In solch einem Aspekt meines Gemüts habe ich dann zum Herrn in der Höhe gebetet. 'Möchte er mich erhören. Er soll mich sehen, wie ich wirklich bin, und wissen, wie es mir ergeht.'

Junger Mann, Bleistifte auf Papier

Gedanke

Ausbildung des Gemüts

Das Erlernen eines richtigen Umgangs mit der Schnur ist getreu meiner Ansicht eine Gelegenheit zum Beginn einer Ausbildung der eigenen Fertigkeiten. Eine solche Schnur habe ich schon vor Jahren zu spinnen versucht und mir ein damit verbundenes Wissen über die Natur dieser Sache bewahrt. Bei ihr hängt alles miteinander zusammen, was gut ist. Davon losgelöst bestehe ich als ein Beobachter, welcher es sich anschaut, was diese Dinge ausmacht. Sie erkenne ich an. Dabei soll es mir gänzlich gleich sein, ob sie mich berührt haben oder nicht. Alles hat seinen Grund und so darf es auch erscheinen.

Erst nach und nach habe ich dann jene Perlen einer eigentlichen Einsicht aufgefunden, welche mit Zuhilfenahme einer solchen Schnur von mir als Erfahrungswerte aufgefädelt werden können. Ich erkenne eine Reihenfolge davon an, was bei mir geschehen ist. Dadurch bekunde ich es, wann mir solche Kenntnisse zuteil geworden sind. So habe ich es mir bewahren können, was mir durch ein eigenes Erleben eingegeben ist.

Die letztliche Wahrheit über das Dasein als Mensch habe ich mit Sicherheit noch nicht erfahren. Sie wird gewiss offensichtlich sein, wenn man sie als solche geschaut hat. Gerade darum bleibt sie für den Uneingeweihten verborgen. So wandle ich weiter auf diesem einen Weg und versuche es einfach, damit auf eine Weise zu bestehen, auf dass ich bleibe, wer ich immer schon gewesen bin. Dazu besinne ich mich auf das Gute, was ich kenne. Es ist gegeben. Unterdessen wandelt sich das alles hier um mich herum. Da folgt der Lauf des Gegebenen mancher Mode. Dem wird man zustimmen können oder das zu lassen haben. In jedem Fall geschieht etwas, was wir nicht allein nur verstehen sollten, sondern für das wir auch Gewissheit erlangen möchten.

Erkenntnis

Eine Mahnung

Von einem Menschen zu viel zu erwarten, das würde zuweilen nicht besser sein, als ihn in eine Gosse niederzudrücken. Von ihm zu wenig zu erwarten, das wird ihn jedoch vernichten.

Dokumentation

Meine Spielwiese

Manche Fragestellung ist wie ein Bund voller Schlüssel. Man muss die dazu zugehörigen Türen kennen, ehe man einen Nutzen davon haben wird, einen solchen zu besitzen.

Ein paar Dinge möchte ich für mich hier anbringen, um sie mir nahelegen zu können.

  • Gewahre Dich vom Gegenstand ausgehend, mit dem Du gerade umgehst. Da erfährst Du eine Haltung Deiner Hände wie auch eine Auffassung Deines Blickes. Das sollte noch lange nicht alles sein, was es gibt, denn sonst wäre Dein Dasein leer. Festige Deinen Blick am Objekt. Greife mit Deinen Händen zu, ohne den Gegenstand zu zerstören. Von ihm geht etwas aus. Kannst Du es vernehmen?

  • Das Wesen von Dir untersuche bereitwillig auf seinen wahren Gehalt und dessen Bedeutung für Dein Dasein. Dazu wende die Ideen einer Sprachgestaltung auf das Wort an. Bilde Dich, indem Du das Gebildete durchleuchtest. Erkennst Du etwas daran?

  • Löse Dich von den Anstrengungen der Selbstaufopferung, indem Du die Qualität des Lebens erhältst. Lass ab von aller überbordenden Kontrolle Deiner selbst. Beachte Dich nicht im Übermaß. Klein ist das Herz des Menschen, aber zu einem Leuchten wird es fähig sein. Da gehen die Ideen des Lebens in Dir wie Samen auf. Manches Wort erkennst Du für wahr an. Hat es eine Bedeutung?

  • Eine Gestaltung des Gegebenen erfolgt mit dessen Berücksichtigung. Da benennst Du das Deinige, weil es Dir zusteht, das zu tun. Von etwas wirst auch Du sprechen können. Da bildest Du es aus. Für wen hat Dein Wort Relevanz?