Lotoswurzelfasern

Idee

Lernen heißt ändern des Verhaltens. (Zitat)

Dokumentation

Ein Konstrukt

Die Kräfte eines Menschen können von ihm gezielt eingesetzt werden. Da kann er es sich aussuchen, welche Spannungen er favorisiert. Mechanische Spannungen treten am Gewebe dementsprechend auf, wie wir die Kräfte an den Gegenständen um uns anbringen. Immerzu gegeben wird ein Bodenkontakt sein. Zumindest tritt er in einer Vielzahl der Fälle auf, welche relevant für uns sind. Da wirkt sich eine Schwerkraft aus und wird zum Boden hin abgeleitet. Demgegenüber leitet der Boden ein Äquivalent an Kräften in uns ein. Ein solches wäre resultierend.

Bei einer Betrachtung der Haltung des Menschen gehen wir von deren Veränderlichkeit aus und erkennen darum den Menschen als die aktive Kraft, wohingegen der Boden mit dem Grund als passiv angesehen werden darf. Er bleibt, wo er ist, und hat sich kaum verändert.

Da erscheint der Boden auch so. Seine Macht über den Menschen ist erheblich. Da sich der Grund zu unseren Füßen praktisch kaum wegen uns gewandelt hat, ist er eine ewig bestehende Kapazität, die über uns bestimmt. Sein Vermögen übertrifft das unsrige bei weitem.

Wir stehen und fallen im Leben aufgrund unseres Verhältnisses zu einem solchen Grund. Über ihn könnten wir uns nicht erheben. Er besteht auch ohne uns, aber wegen uns würde er nicht bestehen. Da haben wir schon einmal ein Bisschen etwas angesprochen, was einer Normalität des Menschendaseins entspricht.

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Ziehende Arme

Die Arme des Menschen sind in der Regel frei. Seine Füße geben eine Gewichtskraft von ihm wieder und leiten sie in den Grund zu seinen Füßen ein. Da erfährt er deren Reaktionskräfte und kann sich festigen. Sein Stand wird dadurch stabilisiert. Die freien Arme kann er nun für eine Betätigung einsetzen. Da muss er sich festlegen, wie er sie bewegen möchte. Da er frei darin ist, wie er das tut, kann er etwas auf gute oder auf verkehrte Weise leisten. Da werden seine Werke auch dementsprechend gelingen, wie er sie zustande bringt. Das möchten wir nun etwas eingehender betrachten. Dabei gehen wir strikt vom Normalzustand aus. Ein solcher besteht durch solche Bewegungen, welche ziehen. Da werden auch die Kräfte dementsprechend auftreten und den Körper einer Zugspannung aussetzen. Weitere Kraftwirkungen fallen an, sollen aber allein nur dann erscheinen, wenn sie zur Stabilisierung der Haltung oder zur Führung der Bewegung notwendig wären. Da kann der Mensch es leisten, dass er einen Bogen spannt. Diese Grundfertigkeit soll er niemals wieder aufgeben. Dadurch wird das Joch des Lebens sichtbar. Was wir einmal gelernt haben, müssen wir uns erhalten. Werden wir es aber aufgeben, so verlieren wir auch die Form dafür. Da entgleitet es uns und wir sind bar der entsprechenden Momente. Das Leben wird auch weiterhin von uns gefristet, aber es verliert an Glanz.

Alternativ zum Bogen können wir auch einen Pflug annehmen, wenn es darum geht, seine Haltung zu bestimmen. Eine Einleitung der Kräfte sei zu beüben. Was wir dabei für Erfahrungen gemacht haben, das sollen wir als Offenlegung einer Wahrheit anerkennen.

Eine Grundhaltung soll uns auch bekannt sein. Sie üben wir zuvor, damit wir uns von allen eingespeicherten Routinen der Bewegung freimachen können. Ich favorisiere dafür den freien Stand mit gesenkten Armen. Diese Haltung nehme ich gerne ein. Aus ihr kann so vieles erreicht werden. Da schickt etwas an mir andauernd unwillkürliche Bewegungsimpulse. Solche lasse ich geschehen, indem ich sie aus mir ausleite. Da baue ich das ab. Ich stelle es mir vor, dass ein solcher Vorgang dem entspricht, was man als Pratyahara bezeichnet. Ich lerne es dabei mich willkürlich gegen unwillkürliche Bewegungsarten zu entscheiden und erlange so etwas mehr Kontrolle über meinen Leib. Das Bewusstsein für seine Erfordernisse tritt da auch bei mir in Kraft. Immer dann, wenn eine Form auch anzunehmen wäre, führe ich sie freiwillig aus. Da entspricht sie mir. Es ist also eine Bewegung gemäß meiner inneren Resonanz. Sie wird durch eine eigene Frequenz verkörpert. Jene beiden Begriffe habe ich andernorts bereits ausführlich besprochen. Die Resonanz ist der innere Motor einer Vibration, die eigene Frequenz deren Entsprechung als vollständig durchgeführte Bewegung.

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Eine minimierte Spannung

Immer dann, wenn wir in einer Positur innehalten, sollen wir eine aufgetretene Spannung minimieren. Wir sollen uns regelrecht daran gewöhnen, wie das geht. Abhängig davon, welchen Wert die an uns auftretende Spannung wirklich einnimmt, müssen wir darunter leiden oder können uns daran erfreuen, dass sie da ist. Da sackt alle Nervosität ab, sobald es uns gut ergeht. Sie fällt regelrecht von uns ab, was unsere Nerven schonen kann. Eine Verminderung der Körperspannung soll auch mit einer Reduktion sinnlicher Aktivität einhergehen. Beide sind einander gleichzustellen, weil das eine das andere bedingt. Unter Hochspannung ist man auch einem Zustand ausgesetzt, welcher der höchsten Wachsamkeit entspricht. Da wird es gut möglich sein, dass wir einzuschlafen wissen, sobald auch die Sinne ihre Aktivität reduziert haben. Weniger zu erfahren, also weniger unter Strom zu stehen, das macht einen starken Menschen aus. Stärke ist eine Umkehrung davon, was als Verschleiß am Menschen auftritt. Allein nur jener Mensch, welcher sich betätigt hat, ohne daran zu Grunde zu gehen, kann sie aufbringen.

Aus einem dementsprechenden Gedanken habe ich mir etwas gemacht. Da habe ich eine Formulierung dafür gefunden, was er mir klargemacht hat. Ich möchte jeden Abend gesünder sein, als ich es am Morgen gewesen bin. Jeder Arbeitstag soll meine Lebensqualität verbessern. Jede Nacht soll mich erholen. Jeder Vorabend soll mich freimachen, damit ich bereit zur Betätigung am Folgetag sein kann. Das hat dem Grundrhythmus entsprochen, nach welchem ich mich im Leben ausrichte. Ich nehme jeden seiner drei Aspekte gleich wichtig. Da sind meine Dinge im Lot geblieben und haben geleistet werden können.

Das Resultat einer minimierten Spannung des Menschen entspricht einer Erhaltung seiner Grundspannung. Sie wäre ähnlich einem Gemütszustand aufzufassen, weil sie sich auf uns förderlich oder nachteilig auswirken kann. Wer eine zu hohe Grundspannung eignet, dessen Knochen werden morsch. Da knackst es an ihm wieder und wieder. Geschmeidig sollen wir sein. Nehmen wir uns da doch einfach eine Katze oder einen Hund zum Vorbild, wenn es darum geht, einen gesunden Wert für die Spannkräfte am Menschen zu bestimmen.

Wer allerdings auf seine Grundspannung Wert legt, der wird sie von sich aus schon zur Verbesserung seines Befindens einsetzen. Das ist so naheliegend, weil sie sich so gut dazu eignet. Da wird alles Lasche von ihm abfallen, sobald er geruht hat. Es vitalisiert ihn in großem Umfang, dass er die Spannungszustände an sich zur Betätigung passend einstellen kann. Da verletzt er sich weniger, wird aber auch einsatzfähiger sein. Seine Bereitschaft zum Tätigsein versetzt sein Leben in einen günstigen Zustand.

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Kapillarwirkung

Dann, wenn wir die makrokosmischen Anteile der Welt betrachten, fallen uns die gleichen Gesetzmäßigkeiten daran auf, welche auch an den mikrokosmischen Anteilen aufkommen. Es soll Beispiele dafür geben, für die das gilt. Was aber auch gelten soll, das wäre eine allgemeine Gültigkeit von Prinzipien. Darum erkenne ich solche Prinzipien generell als übertragbar auf sachlich verwandte Begebenheiten an und leite so eine tatsächliche Vorgabe her. Eine Schlüssigkeit davon besteht fort, sobald sie erkannt ist. Da wird das Prinzip zur übertragbaren Routine. Es ist seiner Definition nach wie ein Fraktal, es tritt also überall und immer auf. Da kommt es auch an allem vor.

Einem solchen Prinzip folge ich, wenn ich die feinstofflichen Kanäle (Nadi) des Menschen aufsuche. Da stelle ich sie mir als vorhanden vor. Der Mensch ist durchzogen von Bahnen, die eine Verbindung ergeben. Sind solche Bahnen aber erst einmal körperhaft ausgeprägt, dann weisen sie auch dementsprechende Merkmale auf. Da stelle ich es mir vor, dass eine Kapillarwirkung auftritt. Bezogen auf den Urstoff des Lebens sehe ich es als gegeben an, dass er überall vorkommt und darum auch zu jeder Zeit aufgenommen werden kann. Da wird er wie der Odem eine eigentliche Abluft sein.

Alle Arten der Ablüfte kommen am Menschen zurecht vor. Sie sollen von uns gehegt werden. Da atmen wir Luft aus, da schlucken wir Wasser, da schlagen wir die Augenlider auf. Mancher Abwind entkommt uns, es treten darüber hinaus noch weitere solcher Reflexe auf. Das fassen wir als gegeben auf. Da pflegen wir es, einen gesellschaftlich adäquaten Rahmen einzuhalten, wenn sie auftreten. Zuweilen kann es auch lustig sein und Spaß machen, dass sie vorkommen. Da haben sie uns in einem nicht unerheblichen Umfang vitalisiert. Dort, wo der Mensch so sein darf, wie er wirklich ist, wird er sich auch wohlfühlen. Das spricht jedoch kaum gegen eine zivilisierte Verhaltensweise der Menschen. Sie möchten wir uns erhalten.

Was jetzt aber noch zugeordnet werden muss, das wäre das Wort Prana zur Abluft des Menschen beim Ausatmen. Dank dieses Prozessschrittes können wir verbrauchte Luft abgeben. Da tritt also die schmutzige, weil ausgezehrte Luft aus uns aus. Eine Gegenreaktion tritt zeitgleich auf. Der Restwert der Luft, ihr in uns verbliebener gesunder Anteil liegt zu diesem Moment in seiner höchsten Konzentration an. Da können wir ihn durch die Kapillaren einziehen. Hat das Prana erst einmal seinen Weg gefunden und wird an uns angereichert, dann können wir das auch spüren. Da werden wir zu Beobachtern davon, wie es seinen Weg durch den Leib findet.

Blähen wir uns doch nicht auf, allein nur um eine übertriebene Konzentration vorzeitig zu verwirklichen. Prana gibt es genügend an uns. Es geht allein nur darum, es sich bewusst zu machen, dass es da ist und sich auswirkt. Alles Weitere können wir getrost der Natur überlassen. Sie weiß es besser, was ihr entsprochen hat.

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Ein Grundsatz

Wer etwas haben möchte, der muss auch etwas dafür hergeben. Was er abzugeben hat, das begünstigt diesen Vorgang erst dann, wenn es mehr ist, als er dafür erwartet. Eine Sicherheit für Erfolge hat noch niemals bestanden. Sie kommen vor, ihre Häufung lässt sich aber nicht einstellen. Da wird es gut sein, dass wir uns daran gewöhnen können, wie es wirklich ist. Allen anderen ergeht es ähnlich. Keiner hat etwas erreicht, allein nur weil er es sich genommen hat.