Leere

Impuls

Seine Optionen gut kennen

In einer Welt, welche vornehmlich solche Aspekte wie Zeit, Raum, Materie und Geist beinhaltet und diese auch zu differenzieren vermag, hat die Leere eine gewisse Funktionalität inne. Entgegen irgendwelchen, allein nur in scheinbarer Weise sinnigen Überlegungen zur Bewertung des Grades einer Fülle von etwas hat die Leere die höchste Potentialdifferenz zur Materie und damit eine echte Eigenschaft zu eigen. Eine solche kommt vor. Ohne sie würde es nichts Lichtes geben, dann gäbe es aber auch keine Erfüllung mehr für uns. Die Welt muss verloren sein, wenn die letzte Leere aufgegangen sein wird und endgültig im Material versunken ist. Daraufhin wird keine Emanation mehr möglich sein.

Eine Leere soll das sein, was die Dinge in differenzierter Weise erscheinen lässt. Wegen ihr kann uns etwas über das Leben klarwerden.

Ein Handlungsspielraum des Menschen soll eine wesentliche Voraussetzung für die Freiheit seines Willens sein. Eine Erklärung desselben macht aber noch keine Gelegenheit für den Menschen aus, um einen solchen zu besitzen. Dazu bedarf es etwas Weiteres. Zur Verwirklichung der eigenen Hoffnungen, Wünsche, Erwartungen und Träume hat ein in Augenschein nehmen des Gegebenen und der dafür gültigen Bedingungen einen hohen Rang bei uns eingenommen. Das möchten wir durchführen. Unsere eigenen Gedanken und Ideen dazu sind zu erfüllen gewesen. Sie haben uns in einer gewissen Weise ausgestattet. Erst danach haben sich jene für uns erforderlichen Begebenheiten des Daseins von uns klären und einrichten lassen. Dann, wenn wir es verstanden haben, das Gute daran für wahr anzunehmen, sind diese Dinge als Vorstellung erschienen und wahr geworden. Das wiederum zu erreichen, soll uns dann ein Bedürfnis gewesen sein. Darum haben wir die Leere bei uns für gut befunden. Somit sichern wir ihr Vorkommen ab. Streben wir doch einer solchen Sache in einfacher Weise zu.

Unsere Stärke soll Bestand haben. Dann haben unsere Dinge eine Ordnung zu eigen.

Hat eine aufgekommene Erinnerung an das eigentliche Vermögen eines Menschen denn einen Sinn für ihn behalten? - Einen solchen unterstellt der Autor Schneider durchweg bei der Erstellung seiner Schriften. Das Gute soll bei uns zu seiner Erwähnung finden. Es soll Bestand besitzen. Seinem Wesen nach gestaltet er das eigene Gut aus und findet das so richtig, was er da tut.

Die Dinge eines Menschen sollen in geordneter Weise zu ihrem Bestand finden können. Wie soll das aber anders als durch eine Beleuchtung der gegebenen Dinge möglich sein? Darum sollte man sich nicht daran stören, dass wir uns an so etwas zu erinnern vermögen.

Dort, wo ein Mensch die Bedingungen seiner Existenz anerkennt, kann er diese dementsprechend einhalten, wie sie gegeben sind. Da korrespondiert seine situative Wahrnehmung der Geschehnisse damit, was ihn im Gesamten ausmacht. Das eine soll das Integral des anderen sein, das andere sei derweil aber auch das Integral des einen. Eine Existenz kommt da mit Sicherheit als etwas Duales, bestehend zwischen den Grenzen von Sein und Schein, dem Gegebenen und dem Nichtsein, von allem und nichts vor. Alles das wird auch weiterhin so zu benennen sein, damit es bekannt werden kann, was da gerade zu erkennen ist. Unser Leben soll das mit sich bringen.

Möchten wir das nun so belassen? - Beschneiden wir uns doch nicht zu sehr, wenn es um unsere Möglichkeiten im Dasein geht.

Gewisse Prinzipien einer Leere möchten jetzt einmal benannt sein. Dazu sollen sie einfach aufgezählt werden, weil so etwas klarwerden kann.

  • Losgelöstheit von Bindung

  • Freiheit von Funktion

  • Ungerichtete Kraft

  • Zielloses Streben

  • Ungeplante Ordnung

Die Frage stellt sich nun dringlich, für was ein Begriff davon gut sein wird. Das soll zu erklären sein. Das sind Grenzmarkierungen gewesen, welche dem Begriff einer Leere sowie jenem, damit verbundenen, unverkürzten Weg etwa gerecht geworden sind.

Das soll jedoch allein nur die eine Seite der Potentialdifferenz des eigentlich Gemeinten darstellen. Die andere Seite werde nun ebenfalls durch eine solche Summe an Begriffen verdeutlicht, welche bestenfalls dazu passend gewählt werden sollen. Auch sie möchte ich hier einmal in klarer Weise aufzeigen.

  • Freude an der richtigen Art der Bindung --> Beziehung

  • Erfüllung der Funktionalität --> eine sinnvolle Aufgabe

  • Ausrichtung der Kraft --> lebensnotwendige Stärke

  • Ausgerichtetes Streben --> Handlungsvermögen des Menschen

  • Natürliche Ordnung --> Erlangung einer wesensgemäßen Bestimmung

Da soll das Spektrum dazwischen ein vorübergehendes, endliches Glück freisetzen. Durch seine Begrenzungen wäre es uns bekannt.

Damit hat der Autor Schneider es versucht aufzuzeigen, dass uns Menschen der Begriff einer Leere eine Vorstellung davon möglich machen kann, was da ist und gegeben sein wird.

Man kann allein nur jenes Glas anfüllen, welches man hat.